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DIE GESCHICHTE PARNDORFS


Funde

Funde

Streufunde von Steinbeilen aus der Jungsteinzeit (ca. 5000 - 1800 v. Chr.), sowie die Auffindung eines Skelettgrabes mit Gefäß- und Bronzebeigaben aus der frühbronzezeitlichen Wieselburger Kultur (ca. 1800 - 1600 v. Chr.)- zeigen Spuren ältester Besiedlung, desgleichen die Freilegung des größten römerzeitlichen Bauwerks im Burgenland zwischen Bruck-Neudorf und Parndorf mit Mosaikböden und Badeanlagen; vermutlicher Sitz eines Bojerfürsten.

 

nach oben1264 bis 1715

1264 bis 1715

1264: Parndorf wurde zum ersten Mal am 25. März unter "Perun" urkundlich erwähnt, als König Bela IV. dem Wieselburger Leopold Ländereien schenkte.

 

1432: Am 24. Jänner erwarb die Familie Gara Teile von „Perendorff“. Der Name dürfte vom althochdeutschen „Parindorf“ (mittelhochdeutsch „Pärendorf“) abzuleiten sein. Etwas später gelangten die Grafen von St. Georgen und Bösing in den Besitz des Ortes. Nach deren Aussterben kam der Ort „Parndorff“.

 

1525: Der Ort war unter der Herrschaft des Grafen Leonhard III. von Harrach.

 

1529: Der Ort wurde von den Türken zerstört.

 

1570: Es erfolgte eine Neubesiedlung des Ortes durch Kroaten aus dem Küstengebiet der kroatischen Adria. In dieser Zeit wird auch die Pfarre neu errichtet, die Kirche neu aufgebaut und dem Hl. Ladislaus geweiht. Die Kirche fand bereits 1430 als „St. Benedikt Kirche“ (ein Steinbau) Erwähnung.

 

1579: Es wird zum ersten Mal ein Ortspfarrer namens Lukas Masnik erwähnt.

 

1619 - 1620: Parndorf wurde von Scharen Bethlen Gabors in einem Gefecht mit den kaiserlichen Truppen heimgesucht.

 

1636: Am 18. Mai gelangt „Parndorf“ durch einen Vertrag endgültig wieder in Harrach´schen Besitz.

 

1679: Es wütete die Pest in Parndorf.

 

1683: Ein Schutzbrief bewahrte den Ort vor der Zerstörung durch die Türken.

 

1703 - 1709: Aus der Zeit der Kuruzzenkriege stammt die noch heute deutlich sichtbare Schanze (Neusiedler See bis Petronell – Schanzenweg).

 

1713: Parndorf wird zum letzten Mal von der Cholera und Pest heimgesucht. Die davon verschonten Einwohner errichten die Dreifaltigkeitssäule und die Rochuskapelle.

 

1715: Es wohnten im Ort 133 Fronbauer, 22 Kleinhäusler, insgesamt 155 Familie, d. h. ungefähr 775 Einwohner. Davon 109 Familien kroatisch, 38 deutsch, 5 magyarisch und 3 slowenisch.

 

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1716 bis 1951

1716 - 1718: Es wurde die Kirche vom Grafen Harrach vergrößert.

 

1809: Während der Franzosenkriege zogen italienische und französische Divisionen durch Parndorf.

 

1810: Parndorf erhielt das Marktrecht.

 

1837: Es existierte in Parndorf bereits eine Poststation, welche für die ganze Umgebung wichtig war.

 

1848: Im Revolutionsjahr schlug der kaiserliche Feldherr Jellasic auf der „Parndorfer Heide“ die ungarischen Regimenter in die Flucht.

 

1854: Es fand der Ausbau der Eisenbahnlinie von Bruck/Leitha über Parndorf nach Raab statt.

 

1900: Man zählte in Parndorf bereits 2.720 Einwohner, davon 1.910 Kroaten, 421 Deutsche, 276 Magyaren, 68 Slowaken und 45 Sonstige. Römisch-Katholische: 2.648, Evangelische: 29 und Mosaische: 43.

 

1918: Gegen Ende des 1. Weltkrieges ging vier Tage der geordnete Rückzug der motorisierten Truppen der Armee durch das Dorf. Der Krieg forderte 90 Gefallene und 13 Vermisste.

 

1938 - 1945: Der bereits seit 1915 bestehende Flugplatz wurde durch Zukauf von 400 ha Ackerland erweitert und zu einem Übungs- und Einsatzflughafen ausgebaut.

 

1945: Im April war Parndorf vier Tage Frontgebiet. Über 200 Objekte sind ausgebrannt bzw. wurden zerstört. 30 Zivilpersonen wurden getötet. Weiters forderte der Krieg 81 Gefallene und 46 Vermisste.

 

1951: Die Kriegsschäden von rund 5 Mio. Schilling (des damaligen Geldwertes) waren größtenteils beseitigt. Der Ort zählte 2.422 Einwohner, davon 1.428 Kroaten, 951 Deutsche und 32 Magyaren. Röm.-kath.: 2.391, Evang.: 27, Sonstige: 4.

 

nach oben1957 bis 1975

1957 bis 1975

1957: Die Gemeinde beginnt mit der Schaffung der Infrastruktur. Diese Maßnahmen bedeutetn nach wie vor eine Vorbildstellung für nahezu alle Gemeinden des Bezirkes auf diesen äußerst sensiblen und überaus wichtigen Sektoren der Gemeindetätigkeit. In den folgenden Jahren wurden mit äußerster Vehemenz die Arbeiten zu einer sehenswerten Infrastruktur vorangetrieben, wie zum Beispiel:

 

- Errichtung der Wasserleitung, der Ortskanalisation samt Kläranlage;

- Verlegung von Erdgas, Stromleitungen, Straßenbeleuchtung, Telefon- und Kabel-TV-Anschlüssen;

- Asphaltierung der Straßen und Gehsteige;

- Errichtung einer Vielzahl von Grünflächen

       

Durch die gewaltige Ausbreitung an Bauland werden diese infrastrukturellen Einrichtungen andauernd erweitert bzw. verbessert.

 

1969: Es wird das neu erbaute Gemeindehaus – in welchem auch acht Wohnungen untergebracht sind – in Betrieb genommen. Im selben Jahr wird ein neuer Mehrzweckbau fertiggestellt. Hier ist neben der Feuerwehr und dem Bauhof der Gemeinde auch ein Mehrzwecksaal untergebracht.

 

1971: Es wird der Neubau der 5-klassigen Volksschule mit großer Pausenhalle und Turnsaal eröffnet. Der Turnsaal wird – speziell im Winter – auch von einigen Vereinen als Trainingsstätte verwendet. Selbstverständlich findet dort auch das Pensionistenturnen ganzjährig statt.

In diesem Jahr erhält die Gemeinde Parndorf auch ein eigenes Gemeindewappen. Laut Urkunde: „In silbernem Schild eine zweiblättrige natürliche Distel“. Die markante Pflanze der Parndorfer Heide kann als Symbol der Verbundenheit mit der Heimat gewertet werden.

Ebenso fällt die Einweihung und Inbetriebnahme der neuen Aufbahrungshalle in das Jahr 1971. Durch die gute Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Kirche konnte der Bau in kürzester Zeit errichtet werden.

 

1975: Der neue Kindergarten wird mit zwei Gruppenräumen und einem Bewegungsraum in Betrieb genommen. Dieser musste 1991 um zwei Gruppenräume erweitert werden.

 

 

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1981 bis 2011

1981: Bei der Volkszählung wurden 2.352 Einwohner bzw. Häuser gezählt. Die Mehrheit der Einwohner ist unselbstständig und rund 70 % davon sind Pendler, überwiegend nach Wien.

 

2001: Bei der Volkszählung wurden 3.218 Einwohner – um 570 mehr als 1991 – registriert: Davon 2.076 Deutsche, 539 Burgenland-Kroaten, 7 Slowenen, 6 Tschechen, 113 Ungarn, 23 Serben, 130 Kroaten, 204 Türken und 120 Sonstige. Röm. kath.: 2.546, Evang.: 102, Orthod.: 50, Islam.: 221, Sonst.: 53, o.B.: 225, unbek. 21.

 

2005: Es fand der Um- und Zubau der Volksschule und des Kindergartens Schulgasse und die Inbetriebnahme des neu errichteten Kindergartens Emmerich-Kalman-Gasse statt. Landesweit einmalig: gleichzeitige Einweihung und Eröffnung von drei öffentlichen Gebäuden.

 

2008: Es fand der Bau und die Inbetriebnahme des Bauhofes statt. Zusätzlich wurde der Kindergarten in der Emmerich Kalman-Gasse um zwei Gruppenräume erweitert.

 

2010: Das Feuerwehrgebäude wurde saniert und um die Flächen des Bauhofes erweitert. Der Ausbau von öffentlichen Spielplätzen wird angestrebt.

 

2011: Es fand eine Generalsanierung und eine Erweiterung von sechs Klassenräumen der Volksschule statt. Parndorf hat mittlerweile 4.545 Einwohner, davon 352 mit Nebenwohnsitz.

 

nach obenParndorfer Wappen

Parndorfer Wappen

Die Burgenländische Landesregierung hat mit Beschluss von 8. September 1972, zl.; LAD-798-1971, der GEMEINDE PARNDORF gem. §4 Abs. der Bgld. Gemeindeordnung, LGBl. Nr.37/1965, das Recht zur Führung des nachstehend beschriebenen Wappens verliehen: „In silbernem Schild eine zweiblättrige natürliche Distel“.

 

Im Gebiet der Parndorfer Heide beweisen archäologische Funde der Wieselburger Kultur, keltische Münzen und römerzeitliche Gutshöfe eine kontinuierliche Besiedlung seit alten Zeiten. Das mittelalterliche Dorf  PARNDORF wird  1264 erstmals urkundlich als PERUN genannt; es war ursprünglich Bestandteil der Komitatsburg Wieselburg . Im Spätmittelalter wurde es der Grundherrschaft UNGARISCH ALTENBURG angegliedert.

 

Nach dem vorübergehenden Veröden der Siedlung während der Zeit der Türkenkriege erfolgt im 16. Jahrhundert  unter der Familie HARRACH  eine Neubesiedlung durch KROATISCHE BAUERN. Trotz wiederholter Verwüstung durch Kriege, Pest und Naturkatastrophen entwickelte sich der Ort zu einer großen Siedlung deren fleißige Bewohner die Heide kultivierten, als deren Symbol die Distel in das Wappen aufgenommen wurde.

 

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Parndorf feiert 750 Jahre

Im Jahr 2014 feierte die Gemeinde Parndorf "750 Jahre Parndorf"!

Alle Infos und Bilder gibt es hier

 

 

 

Foto (c) Mucky Korlath

 

nach obenErweiterungen und Neubauten 2015 bis 2017

Erweiterungen und Neubauten 2015 bis 2017

Erneuerung Gemeindeamt

Kindergarten III

 

 

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Bilder der Geschichte Parndorfs

Hier finden Sie Fotos von Parndorf in früheren Zeiten!

 
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